Durchflusssensor FLT-M1

Der Durchflusssensor FLT-M1 wurde konzipiert, um den Massedurchfluss von Flüssigkeiten und Gasen zu bestimmen. Dies geschieht mit einem Mini-Coriolis Messsystem mit einem S-förmigen Messrohr sowie einem Temperatursensor.

Über einen herstellerspezifischen Anschluss wird der Durchflusssensor direkt in eine Durchflussleitung eingebaut. Fliesst Messstoff durch den Durchflusssensor, werden mit Hilfe der Corioliskräfte die Messwertinformationen generiert. Die Messwerte werden über einen I2C-Bus oder über Modbus TTL dem übergeordneten System zugespielt.

So sind Durchflussmessungen für Druckleitungen bis zu 100 bar mit einer Messrate von 200 Hz (200 Messwerte pro Sekunde) realisierbar. Durchflussveränderungen werden mit einer Schrittanwortzeit von 50 ms erfasst.

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Spezifikationen

Allgemein

Messgrösse:

  • Massefluss
  • Dichte
  • Temperatur

Messeinheit:
Einstellbar

Messperformance

Max. Messabweichung :

  • Massefluss: ±0,20% v. M.
  • Nullpunktstabilität Massefluss: ±0,0014 kg/h
  • Max. Abweichung Massefluss: ±(0,20 + 0,0014/Messwert [kg/h]*100)%
  • Dichte: ±10 kg/m³
  • Temperatur: ±1,0 K

Wiederholbarkeit:

  • Massefluss: ±0,10% v. M.
  • Nullpunktstabilität Massefluss: ±0,0007 kg/h
  • Max. Abweichung Massefluss: ±(0,10 + 0,0007/Messwert [kg/h]*100)%
  • Dichte: ±5 kg/m³
  • Temperatur: ±0,5 K
Temperaturbedingungen

Zulässige Mediumstemperatur:

-10…+70 °C

Zulässige Umgebungstemperatur:

-10…+80 °C

Zulässige Lagerungstemperatur:

-20…+85 °C

Einsatzbereich

Empfohlener Durchfluss­­messbereich:

0…30 kg/h Druckverlust in Abhängigkeit des Durchflusses

Zulässiger Messstoffdruck:

Max. 100 bar (abs.)

Ein- und Auslaufstrecken:

Ein- und Auslaufstrecken haben keinen Einfluss auf die Messgenauigkeit.

Umgebungsbedingungen

Klimaklasse:

Nicht spezialisiert

Elektromagnetische Verträglichkeit:

EMV 2014/30/EU (EN 61326-1)

Schwingungs – und Stossfestigkeit:

Vorbereitet für folgende Normen:

  • IEC/EN 60068-2-6
  • IEC/EN 60068-2-27
  • IEC/EN 60068-2-31
  • IEC/EN 60068-2-64

Schutzart

Gehäuse ist hermetisch dicht, IPSchutz nur im eingebauten Zustand.

Dimensionen

Abmessungen:

100 x 30 x 104 mm³

Gewicht:

850 g

Innendurchmessser Messrohr

1,1 mm

Werkstoffe

Gehäuse:

Rostfreier Stahl, 1.4301 (304L)

Medienberührend:

Rostfreier Stahl, 1.4404/1.4435 (316L)

Fluidische Schnittstellen

Fluidische Schnittstellen:

Herstellerspezifischer Anschluss.

Elektrische Schnittstelle

Anschluss:

Lötstifte mit 1 mm Durchmesser, 7-polig

Kommunikation:

Bestelloptionen

  • I2C-Bus
  • Modbus TTL


Energieversorgung:

DC 10…35 V (max. 1 Watt) Keine galvanische Trennung

Pinbelegung Anschluss:

!!! BILD !!!

Pin  Belegung  I2C-Bus                            Mosbus TTL
1      V+             Versorgungsspannung
2      SDA           Serielle Daten I2C          Modbus Tx
3      SCL           Serieller Takt I2C            Modbus Rc
4      NC             Nicht verbunden             Modbus T/R
5      CDI-Rx      Serielle Übertragung (Serviceschnittstelle)
6      CDI-Tx       Serieller Empfang (Serviceschnittstelle)
7      GND          Bezugspotential für alle Stromkreise

Nullpunktabgleich

Ein Nullpunktabgleich im Feld ist auf Grund der hohen Nullpunktstabilität des Durchflusssensors ausgehend von der Werkskalibrierung grundsätzlich nicht erforderlich. Ein Nullpunktabgleich ist kann in speziellen Fällen empfehlenswert sein:

  • Bei höchsten Ansprüchen an die Messgenauigkeit und geringen Durchflussmengen.
  • Bei extremen Prozess- oder Betriebsbedingungen, z.B. bei sehr hohen Prozesstemperaturen.

Die Durchführung eines Nullpunktabgleiches darf aber nur unter folgenden Randbedingungen erfolgen:

  • Messtrecke geschlossen, d.h. der wahre Durchfluss ist absolut null!
  • Homogene Füllung des Messrohres mit Druckbeaufschlagung von mindestens 1 bar Überdruck zur Vermeidung von Gasblasen in der Flüssigkeit, bei Gasen muss Kondensation ausgeschlossen werden.

Während des Nullpunktabgleich wird der gemessene Massedurchfluss auf Stabilität überwacht und zum neuen Nullpunkt-Wert gemittelt. Dies dauert typisch 20 s. Sind die Bedingungen nicht ausreichend gut, bricht der Nullabgleich ab und der alten Nullpunkt-Wert wird beibehalten.

Durchflussdämpfung

Mit dieser Zeitkonstante (PT1-Glied) kann der Messdurchflussmesswert geglättet werden. Die Werkeinstellung ist 0 s (keine
Glättung). Diese Glättung erhöht gleichzeitig aber auch die Reaktionszeit (Sprungantwortzeit), was insbesondere bei Durchflussregelungen beachtet werden sollte. Eine Zeitkonstante von beispielsweise 0.1 s führt zu einer Erhöhung der Schrittantwortzeit T99 von 50 ms auf ca. 550 ms.

Schleichmengenunterdrückung

Mit dieser Funktion wird der Massedurchflussmesswert auf null abgeschnitten, sobald er die eingestellt Schwelle unterschreitet.

Dadurch wird sichergestellt, dass der Summenzähler sauber stehen bleibt und nicht davon schleicht.

Die Schleichmengenunterdrückung wird deaktiviert, wenn der Massedurchflussmesswert 150% der
eingestellten Schwelle wieder überschreitet (Hysterese).

Bei Aktivierung der Schleichmengenunterdrückung wird keine Statusmeldung ausgegeben. 

Leerrohrerkennung

Mit dieser Funktion wird erkannt, wenn das Messrohr leer bzw. teilgefüllt ist. Unterschreitet der Dichtemesswert die eingestellte Schwelle, wird der Massedurchflussmesswert auf null gesetzt und eine entsprechende Statusmeldung ausgegeben.